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![]() NN 3/2000 Inhalt | Nützliche Nachrichten 3/2000 - Inhalt Hinweise Türkei-Herbst in Osnabrück Beim "Türkei-Sommer" in Osnabrück wurde von Mai bis Juli unter der Schirmherrschaft des Osnabrücker Oberbürgermeisters Hans-Jürgen Fip ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Kultur, Musik, Kabarett, Filmvorführungen, Ausstellungen sowie Reise- und interkulturellen Projektangeboten präsentiert. Kurdische und türkische Literaten, Künstler und Sänger waren zu Gast in Osnabrück. Das begonnene Programm wird im Herbst fortgesetzt. "Beim Osnabrücker Friedensgespräch `Demokratie in der Türkei - gleiche Rechte für die Kurden` am 1. November, 19 Uhr, reflektieren die Schriftsteller Günter Wallraff und Mehmed Uzun in der Schlossaula der Universität Osnabrück die aktuelle Entwicklung des türkisch-kurdischen Verhältnisses und zeigen Perspektiven zur Auflösung der Spannungen auf", heißt es im Informationsblatt der Stadt Osnabrück. Infos über diese Veranstaltung und das weitere Programm bei: Stadt Osnabrück, Presse- und Informationsamt, Fax: 0541-323 43 53, e-mail: presseamt@osnabrueck.de Intensivkurse / Wochenendkurse Kurmanci/Zazaki Im zweiten Halbjahr 2000 bieten die Volkshochschule Essen und die Universität Gesamthochschule Essen drei einwöchige Intensivkurse Kurdisch / Kurmanci an, außerdem Wochenendkurse Kurmanci als Muttersprache und Fremdsprache und Zazaki als Muttersprache. Die angebotenen Kurse bieten eine systematische, auf praktische Sprachbeherrschung angelegte Einführung in dasKurmanci bzw. Zazaki, einen systematischen Ausbau der bereits erworbenen Kenntnisse bzw. einen Ausbau der muttersprachlichen Kompetenz. Die Kurse finden in den Monaten September bis Ende November 2000 statt. Anmeldung bei: VHS, Hollestr. 75, 45127 Essen, Frau H. Schindler, Tel: 0201-88 43 214, Fax: 88 43 003 oder Uni GH Essen, Frau Dr. R. Neumann, Tel: 0201-183 30 23, Fax: 183 39 59 Studienreise in die Türkei Das Bildungswerk Umbruch und das Bildungswerk von DFG-VK bereiten für den März 2001 eine Studienreise in die Türkei vor. "Mit der Studienreise nach Izmir/Türkei im März 2001 wollen wir allen in der hiesigen Flüchtlingsarbeit engagierten Menschen die Möglichkeit bieten, vor Ort Eindrücke und Informationen über die Situation im Herkunftsland vieler hier lebender Flüchtlinge zu gewinnen. Wir werden uns austauschen können mit dem Menschenrechtsverein (IHD), mit der Menschenrechtsstiftung (TIHV), mit der legalen pro-kurdischen Partei HADEP,mit dem AnwältInnenverein BARO, mit den Friedensmüttern, mit dem Verein der KriegsgegnerInnen Izmir (ISKD), mit JournalistInnen und WissenschaftlerInnen", heißt es in der Vorankündigung. Interkulturelle Sensibilisierung für die Arbeit mit Flüchtlingsfrauen, Hintergrund: Frauen, Flucht und Flüchtlingsarbeit "Weltweit sind mehr als 80% der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Nur einem geringen Prozentsatz von ihnen gelingt es, in die reichen Industrieländer, z.B. nach Deutschland zu fliehen. Sie kommen mit der Hoffnung, hier eine sichere Bleibe zu finden und der oft massiv erfahrenen Gewalt zu entrinnen. Traumatisierungen, Verlust der Heimat, erneute Bedrohungssituationen in Sammellagern, Angst vor Abschiebung und oft aussichtslos erscheinende Zukunftsperspektiven in der Umgebung einer fremden Kultur prägen ihren Alltag. (...) Anknüpfend an Erfahrungen und vor dem Hintergrund unserer langjährigen Türkeiarbeit entwickelten wir, eine Frauenprojektgruppedes DFG-VK Bildungswerkes NRW, ein Bildungsmaterial. Es greift Fragen auf, die sich in der Arbeit mit Flüchtlingsfrauen als dringlich herausgestellt haben". Infos zu beiden Veranstaltungen und Materialbestellungen beim Bildungswerk Umbruch: Tel: 0231-8633476, Fax: 818031. Nah- und Mittelost-Informationsservice im Internet Die frühere Bundestagsabgeordnete Amke Dietert-Scheuer gibt als "Deutsche Orient-Consult" in Zusammenarbeit mit dem "Deutschen Orient-Institut" in Hamburg einen Info-Dienst heraus. Er umfasst eine Datenbank, eine wöchentliche Presseschau, einen Literaturrecherchedienst und einen Fachbuchmarkt. Ein kostenloses Probeabo kann per e-mail unter der Adresse: probeabo@deutsches-orientinstitut-datenbank.de bestellt werden. Die neue Wochenzeitung `Persembe` ist auf dem Markt Seit dem 9. September ist `Persembe` in deutscher und türkischer Sprache in der Medienlandschaft zu finden. In einer PE der Herausgeber werden die Ziele so definiert: "Deutschland ist ein Einwanderungsland und wird auch von konservativen Kräften zunehmend als solches begriffen. Ein günstiger Zeitpunkt, nun den lang erwünschten jedoch selten umgesetzten unverkrampften Dialog mit MigrantInnen und Deutschen konstruktiv voranzutreiben. Daher wird sich Persembe mit der politischen, sozialen, kulturellen und religiösen Vielfalt in diesem Land auseinandersetzen und MigrantInnen als das betrachten, was sie sind bzw. sein sollten - gleichberechtigte Teile dieser Gesellschaft. Die Vielfalt der Identitäten wird durch die neue achtseitige Wochenzeitung Persembe (Donnerstag) ein Forum bekommen, das einseitiger Abbildung und stereotyper Wahrnehmung entgegentritt. Persembe erzählt Geschichten vom Alltag, portraitiert unbekannte Helden, debattiert über Entwicklungen und Stillstände, karikiert verrückte und entgleiste Menschen, greift deutsch-türkischen "Medienschwachsinn" auf, kommentiert das "deutsche Binnenleben", bricht mit deutschen und türkischen Tabuthemen und reflektiert die Entwicklung der Demokratie und der Menschenrechte. (...)" `Persembe` erscheint seit dem 7. September 2000 als Donnerstags-Beilage der tageszeitung - taz. (Email: redaktion@persembegazetesi.de, Tel.: +49 30 25 29 12 30, Fax: +49 30 25 29 12 31) Neuerscheinungen und Bücher Das Kriegsgeschehen 1999 Daten und Tendenzen der Kriege und bewaffneten Konflikte Dieses Buch informiert über alle Kriege und bewaffneten Konflikte, die 1999 geführt wurden. Es beschreibt die strukturellen Hintergründe, den historischen Verlauf sowie die Jahresereignisse jedes Konfliktes und gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Tendenzen und Entwicklungen desweltweiten Kriegsgeschehens im Jahre 1999. "Wenn man von Kriegen nach dem Zweiten Weltkrieg spricht, über sie schreibt oder gar systematische Aussagen über sie machen will, weiß man nunmehr, worüber man argumentiert. Denn die Hamburger Untersuchungen sind die ersten (und dies weltweit), die auf umfassendste Weise jene Empirie sichten, die man kennen muss, wenn man in wissenschaftlich verantwortlicher Weise über Kriege und deren Kontexte (Ursachen, Ausmaße usf.) diskutieren will." Dieter Senghaas leske + budrich, ISBN 3-8100-2647-6, Tel: 02171-4907-0, Fax: 4907-11 Zwischen Angst und Aggression: Kinder im Krieg Kinder sind die wehrlosesten Opfer von Kriegen, und sie leiden am schwersten und am längsten unter den Folgen von Gewalt. Der Psychologe Ilhan Kizilhan hat für die Universität Konstanz eine umfassende empirische Untersuchung von Kindern in den kurdischen Gebieten der Türkei durchgeführt, die von medico international und der Stiftung Umverteilen unterstützt wurde. Er vergleicht seine Ergebnisse mit den Erfahrungen aus den anderen Kriegsgebieten der Welt, u.a. in England während des Zweiten Weltkrieges, in Irland und Palästina. Horlemann, ISBN, 3-89502-118-0, Fax: 02224-54 29 Der verpasste Friede Mission, Ethnie und Staat in den Ostprovinzen der Türkei 1839-1938, von Hans-Lukas Kieser "Diese Eroberung hat Tausenden, nicht bloss von Bewaffneten, sondern auch von Wehrlosen, von Weibern und Kindern das Leben gekostet, hat Tausende von Ortschaften zerstört und den Fleiss vieler Jahre nutzlos gemacht." "Dies schrieb 1838 über die osmanische "Befriedung" Kurdistans der Militärberater Helmut von Moltke. Das Urteil behielt im 20. Jahrhundert seineGültigkeit. Gewalt, Zwang und Völkermord prägten die Zentralisierungsbemühungen des osmanisch-türkischen Staates im östlichen Kleinasien. Nicht das pluralistische Zusammenleben der Ethnien, sondern die Vernichtung und Verdrängung nichttürkischer Kulturen bildeten 1938, bei Kemal Atatürks Tod, das Resultat jenes Prozesses, der Hundert Jahre zuvor begonnen hatte" steht auf der Rückseite des Buches. Chronos Verlag, ISBN 3-905313-49-9, Tel: 0041-1-265 43 43, Fax: 265 43 44 E-Mail: dialogkreis@t-online.de |
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